Frei, um einfach mal NEIN zu sagen
Posted on 05/16/12 by birgit.gesundZurzeit fällt es mir schwer, den Kopf immerzu hoch zu halten. Ich durchlaufe die Tage und fühle mich irgendwie durchlässig. Wie ein Schwamm nehme ich so viel wahr und kann gleichermaßen gar nichts mehr begreifen und verstehen. So viele Dinge beschäftigen mich. Ein gigantischer Weltschmerz – und doch ist es mein eigenes Leid(en), was dabei an die Oberfläche kommt. Kommen darf. Angeschaut werden will. Ja, jetzt bin ich da – schau hin, was los ist!
Ich suche meinen Platz auf dieser Welt. Ja, ich suche diese eine bestimmte Stelle, wo ich zuhause bin. Wo ich hingehöre. Wo ich eingebunden bin wie eine Strickmasche in einem Pullover. Vernetzt, locker aber gesichert verbunden, dazugehörend, passend, notwendig, wärmend, schön,…. Aber eben nicht wirklich verstrickt (Nein, das war ich lange genug). Also ein Leben in einer Gesellschaft, in der jede/r “zählt”. Ohne diese Masche – ohne dich – wäre ein Loch…
Wir haben selbstverständlich heute alle unseren bzw. einen Platz – nur ist nicht jeder unbedingt genau an der richtigen Stelle – da wo er oder sie hingehört. Wir schwirren oft wie verirrte Puzzleteilchen umher und suchen die Stelle, wo wir andocken können und es passend ist. Ohne eine Lücke und ohne ein Wenn und Aber. Es passt einfach und gibt ein tolles Bild!
Wie viel Kraft und Aufwand es doch macht, diesen Weg dahin zu finden. Wie viele Erfahrungen wir machen dürfen…
Und wie viel einfacher es doch wäre, wenn alle Menschen nochmals “von vorne” anfangen könn(t)en. Wenn wir wirklich, ganz ganz wirklich, ganz ganz ehrlich und ganz frei sein dürfen. Ehrlich zu uns selbst. Wer bin ich? Was möchte ich? Frei, Entscheidungen treffen zu können.
Frei, einfach mal Nein zu sagen.
Aber wir stecken in zu vielen Vorschriften, Notwendigkeiten, Pflichten und Formularen fest.
Freiheit? Wo bist du?
“Ich wünsche mir zu fühlen, wie es ist, frei zu sein. Ich wünsche mir, all die Ketten und Schnüre, die mich festhalten, lösen zu können und ich wünsche mir, all das sagen zu können, was ich zu sagen hätte, so laut und deutlich, dass es die ganze Welt hören kann.”
Die letzten Zeilen stammen aus einem Lieblingslied… “Free” von Lighthousefamily.
Wie wunderbar es ist, wenn ein/e jed/e morgen aufsteht, und das sagt, was sie/er wirklich tief im Innersten des Herzens denkt und fühlt – wenn wir mit Leichtigkeit die einengenden Verbindungen lösen und dann endlich spüren können, dass wir frei sind. Je wahrhaftiger wir reden und sind, desto mehr werden wir Wahrheit erfahren und können wir das, was wir sagen, auch wahr werden lassen.
Ja dann gibt es vielleicht einen Ruck. Oder ein großes heilsames Chaos, was sich dann wieder neu (ein)ordnet. Und zwar ganz aus dem Herzen heraus ein-ordnet. Aus dem Authentisch sein. Dem tiefen Wahren.
Ja, das wünsche ich mir.
Jetzt ist mein Kopf wieder oben… diese Vision gibt mir heute Mut und Kraft.
P.S.
In dem Buch “Gesund bleiben bis 100″ von John Robbins (erschienen im Hans-Nietsch-Verlag 2012) erzählt der Autor über eine Reise zu verschiedenen Naturvölkern. Unter anderm zu den HUNZA im Norden Pakistans. Sie kennen keine Krankheiten (Krebs ist unbekannt), haben keine Krankenhäuser, keine Nervenheilanstalten, keine Polizei, keine Kneipen oder Tabakläden, keine Verbrecher, keine Bettler. Es gibt dort kein Geld und keine Armut. Sie sind kräftig und vital. Sie bauen auf erstaunliche Wise ihre Nahrung an. Sie leben in Gemeinschaft. Sie sind glücklich und frei.
Copyright Birgit Matz 2012
Walpurgisnacht oder meine ganz persönlichen Tanz-Nächte
Posted on 04/30/12 by birgit.gesund“Tanz in den Mai” – meistens ist nur das in unserer Kultur von der sagenumwobenen Walpurgisnacht übrig geblieben.
Wildes, ekstatisches Tanzen bis zum Umfallen. Die Grenzen überschreiten. Alle Masken und Hüllen abwerfen. Oftmals nur mit Alkohol möglich. Wenn zuviel davon im Spiel ist, dann ist von der Wildheit nur noch Blödsinn und Unfug übrig…
Oder ein lodernes Feuer gegebenenfalls. Ja, denn ein Feuer alleine hat auch schon eine unglaubliche Kraft. Ein richtiges Feuer, in der freien Natur. Diese Kraft der Transformation, die sich im Feuer offenbart, reicht aus, um in einen meditativen und überaus heilsamen Prozess zu gelangen. Die Kultur des “Grillens”, die hier ja regelrecht zelebriert wird, ist vielleicht nichts mehr als die große Sehnsucht, Feuer zu machen. Allerdings kann ich mich dem Aspekt der geschlachteten Tiere, die auf dem Grill landen, heutzutage (wo wir so viel darüber wissen) nicht mitgehen. Aber das ist meine persönliche Meinung.Seitdem ich in einem intensiven Tanz-Selbst-Erfahrungs-Prozess bin und regelmäßig tanze, ist das Bedürfnis, ausgerechnet heute – weil es im Kalender steht- zu tanzen, gar nicht so groß. Wäre ich das ganze Jahr über “eingesperrt” und hätte nicht die Möglichkeit – ja, dann wäre es vielleicht etwas anderes.
Dann würde es vielleicht mit unglaublicher Kraft herausbrechen und sich den Weg bahnen. Gut, mein letzter Tanz ist nun erst acht Stunden her und er wirkt immer noch nach.Und heute früh beim Aufwachen kam in mir auf einmal die Frage hoch, warum wir eigentlich hier auf Erden so etwas wie “Krankheit” haben. Warum wir nicht alle selbstverständlich gesund sind. Warum sind wir nicht mehr in Harmonie und Ausgeglichenheit leben. Warum wir so viel “Kampfenergie” in uns und um uns herum haben.
Weil wir die dunkle Seite nicht leben und kennen? Weil wir das Gesetz der Polarität nicht anerkennen?
Ja, in uns ist auch diese Kraft einer “Zaunreiterin”, wir können in der Tiefe und im Dunkel der Nacht hinüber schauen in die Anderswelt. Wir haben in uns eine gesunde erotische und ungestüme Seite, die gelebt werden möchte. Wir sind dazu da, ekstatisch zu lieben und in jedem Moment unseres Lebens fruchtbar zu sein.Die Walpurgisnacht beginnt im Dunkel und zeigt doch den hellen, weißen, fröhlichen, bunten Mai an. Man sieht es an den weißen Holunderblüten, die zum gegenüberliegenden Zeitpunkt im Jahreskreis (zu Samhain oder Allerheiligen) zu dunklen Beeren herangereift sind.
In der christlichen Kultur beginnt nun die Marien”verehrung”. Die liebliche, “brave” (?), Maria, die anscheinend nie Geschlechtsverkehr hatte. Wie paradox.
Das ist nämlich auch das Krankhafte – wenn wir immer noch mit solch einem Frauenbild leben.Beim Wavetanzen erlebe ich im Chaosteil mein persönliche Dunkel, meine Nacht. Manchmal möchte ich auch nur liegen oder stehen, um es an mir vorüberzeihen zu lassen. Dann ist es trotzdem da, ich spüre die Bässe, die am Boden meinen Körper berühren, aber ich bin nicht im Sog. Und manchmal wirble ich herum und tanze einfach mit. Wie im richtigen Leben…. mitgehen dürfen.
Und dann – wenn die Musik lieblicher wird, dann geht für mich meine Sonne auf. Dann bin ich ganz und gar in meiner Kraft. Dann bin ich FRAU, dann entfalte ich mich ganz und gar. So wie JETZT der Frühling, der voller Genuss und Freude ist. Dieser betörende Duft der Blüten, die Fülle in den Farben und ersten Früchten. Das helle und gesunde GRÜN der Kräuter und Bäume. Die Venuszeit. Das Leichte. Die Leichtigkeit. Wir können in dieser Zeit gar nicht anders, als uns hineinziehen zu lassen, uns treiben zu lassen, uns aufzulösen und wiederzufinden. Balsam für die Seele. Damit wir gesunden…Copyright Birgit Matz 2012
Sinnhaftigkeit
Posted on 04/16/12 by birgit.gesundWas wir zum Leben brauchen…
Der gestrige Besuch eines Ertskommuniongottesdienstes hat mir wieder diesen Aufschrieb nach der Lektüre des unten genannten Buches von Ingfried Hobert ins Gedächtnis gerufen. Besonders, weil ich am Abend meine Art von “Gottesdienst zelebriert” habe: Das freie Tanzen in Gemeinschaft. In der Kirche fühlte ich mich nicht frei…
Also: Was brauchen wir zum (glücklichen, erfüllten und gesunden) Leben?
Körperliche, psychische und spirituelle
Grundbedürfnisse
- Frische Luft zum Atmen
- Kontakt mit der Natur
- Regelmäßiger Schlaf
- Ausreichende Ruhephasen
- Zeit für Meditation
- Ausgewogenes Essen und Trinken
- Körperliche Bewegung
- Reale Lebenssicherung
- Sicherheit, Struktur und Stabilität in den Lebensbedingungen
- Respekt und Anerkennung in Familie und dem sozialen Umfeld
- Selbstwert und Selbstachtung
- Dazugehörigkeit
- Fürsorge
- Mitgefühl, Interesse, Aufmerksamkeit
- Lieben, Berührung, Kontakt
- Sexualität
- Aufgabe, Sinn und Leistung
- Raum und Freiheit zur individuellen Entwicklung
- Leben im Hier und Jetzt
- Leichtigkeit, Freude, Faszination
- Eigene Potenziale leben
- Übereinstimmung mit dem Selbst, Authentizität
Sieben menschliche Urbedürfnisse:
(1) Körperliche Versorgung (Wasser, Luft, Nahrung, Gesundheit, Unterkunft…)
(2) Verbindung / Anerkennung (Gemeinschaft, Respekt, Vertrauen…)
(3) Selbstbestimmung (Unabhängigkeit, Freiheit…)
(4) Integrität (Schöpferische Entfaltung, Wachstum, Weiterentwicklung…)
(5) Spielen und Feiern (Abwechslung, Abenteuer, Erfolge, Träume…)
(6) Beitrag leisten (Nachhaltigkeit, soziale Verantwortung, Kinder…)
(7) Spiritualität (Sinnhaftigkeit, Bewusstheit…)
==> Aus dem Buch „Körperbewusstsein und Zellintelligenz“, Ingfried Hobert, Crotona 2011
Was ich schon immer mal schreiben wollte…
Posted on 04/04/12 by birgit.gesundFrauen-Glück
- Wie im richtigen Leben -
6300 gekochte Mittagessen[1] in einem Zeitraum von 18 Jahren. 6300 Mal als Mutter und Hausfrau eine Leistung erbringen, die gleich mehrere Fähigkeiten voraussetzt: Unglaubliche Flexibilität, breit angelegte Nervenstränge, Zauberei und Wunderlösungen.
In Wirklichkeit sind es ja viel mehr Mittagessensvariationen, wenn man bedenkt, dass da noch die Extrawürstchen mitgerechnet werden müssen. In Wirklichkeit sind es aber keine echten Würste, die man nur mal so schnell ins heiße Wasser wirft, um sie dann nach drei Minuten mit Ketchup, Senf und einem (bestenfalls) Vollkornbrötchen zu verspeisen… dies bezeichnet aber die noch erschwerend hinzukommenden wechselhaften Wünsche und Auswüchse heranwachsender Kinder.
In meinem Fall sind es Mädchen und ich bin – wie sollte es anders sein – eine Frau. Ich glaube nicht, dass ein Mann die Ausdauer und Geduld hat, 6300 Mittagessen in einem eng bemessenen Zeitrahmen pünktlich (!) zwischen 13 und 13.30 Uhr unter Berücksichtigung unterschiedlicher Geschmäcker und Ansprüche herzustellen. Nun, ich schreibe aus der Sicht eines weiblichen Wesens, die schon allein aufgrund ihrer Biologie dazu befugt ist, für die Nahrungszufuhr zu sorgen. Sonst hätte sie ja nicht die wunderbaren Werkzeuge mit hervorragender Milchbildung vom großen Schöpfer mitbekommen. Das geht quasi nahtlos über – von der Muttermilch über den Brei bis hin zum Grünkernbratling. Wobei letzteres mit Sicherheit nur unter Protest gegessen wird und angebissen den Weg in die Mülltonne findet.
Vielleicht mag es ja für die eine oder andere Frau ein Leichtes sein, sich für die Sprösslinge täglich neue, gesunde und schmackhafte Gerichte auszudenken… denn es ist fast eine Lebensaufgabe oder zumindest ein Beruf. Fast-Beruf. Denn die Frauen – Entschuldigung Mütter – werden ja dafür nicht bezahlt. Also nicht wirklich bezahlt. Denn wenn ich die Steuererleichterung und das Kindergeld als Berechnungsgrundlage nehme, dann kommt ein äußerst bescheidener Stundenlohn heraus. Früher war es vielleicht einfacher: „Es wird gegessen, was auf den Tisch kommt“ – und so manches Trauma hat sich da seinen Weg gebahnt, an dem heute die Psychologen herumdoktern dürfen.
Warum ich weiter oben geschrieben habe, man muss dabei flexibel sein? Nun… ein hungriges Mäulchen mag als gesunder Gemüsebestandteil nur Karotten, grüner Salat, Paprika und Oliven. Karotten dürfen aber nur gekocht werden, niemals geraspelt. Paprika darf nur rot sein, niemals gelb oder grün (nun grün ist ja auch noch unreif). Das andere Mäulchen mag zudem noch Gurken und Tomaten in Miniform. Alles andere wie – ach das weiß ja jeder, was es sonst noch für Gemüse gibt – ist unter Ausschluss. Nudeln werden zum Glück in fast jeder Form gegessen, wobei die Vollkornvariante auch nicht gerade Begeisterungsrufe zur Folge hat. Quinoa, Amaranth, Hirse und Reis…. auch da kommen wir in einen kritischen Grenzbereich. Und dann wäre da noch das Thema Fleisch. Ja, jetzt kommt die Stunde der Wahrheit: Ich esse vegetarisch (und überlege mir gerade, wie ich veganes Essen umsetzen könnte), das eine Kind isst schon lange kein Schwein mehr (nach einer ausführlichen Lektüre über ein glückliches Schweinchen). Inzwischen steht es 2:1 (wir essen zu dritt). Zwei Vegetarier und eine Fleischesserin. Sicher ist es nun ganz leicht zu erraten, wie einfach und erleichternd das Kochen (und der Speiseplan) geworden ist:
Nudeln und Tomatensoße!
Und dann bin ich wieder an dem Punkt mit der Leistung. Dafür brauche ich wirklich keine Fachausbildung, keine Bezahlung und auch kein Lob („WOW, das hat aber toll geschmeckt“). Um nochmals auf die Psychologen zu kommen: Vielleicht habe ich grundlegende Fehler in der Esserziehung gemacht, vielleicht ist es ein Handikap, wenn „frau“ auch noch Gesundheitsberaterin ist, vielleicht … ja vielleicht. Aber ich weiß auch, dass ich nicht allein da stehe! Die Frage ist, wer gibt es ehrlich zu? Ich befinde mich bald an der magischen Zahl von 6300, denn die Älteste vollendet bald ihr 18. Lebensjahr! Und ich habe fast alles probiert. Nur das Eine nicht:
Eine Außer-Haus-Mittagsversorgungs-Lösung.
Denn die gibt oder gab es für mich nicht. Kindern ab dem 12. Lebensjahr wird es zugetraut, dass sie sich ab 13.30 Uhr eigenständig selbst versorgen können und das noch freiwillig gesund. Und dazu zähle ich nicht Fertigpizza (Tiefkühlware ist physikalisch betrachtet tote Nahrung) oder Milch mit Cornflakes. Ganztagsschulen gibt es in Deutschland soviel wie ehrliche Politiker…
Ich finde, es ist an der Zeit, dass alle Mütter dafür in den höchsten Tönen gelobt werden. Würden sie dafür bezahlt (ich rechne das Einkaufen und Spülen mit – das Putzen von Tomatensoßenflecken auf Böden und Sitzkissen nicht), dann wären das immerhin knapp 100.000 Euro brutto. Oder 5555 Euro im Jahr bis zur Volljährigkeit des ersten Kindes. Mir ist allerdings noch nicht bekannt, dass mit der Volljährigkeit das Bedürfnis nach Mittagessen schlagartig aufhört. Höchstens das Bedürfnis, selbst zu kochen… vorausgesetzt, es ist kein (junger) Mann!
[1] Aus dem Buch Lieblingsstücke von Susanne Fröhlich, Krüger –Verlag 2008
Zum Frühling werden
Posted on 03/19/12 by birgit.gesundZur Frühlingstagundnachtgleichen 2012
Die ersten Farbtupfer sprießen aus der Erde und künden die Wachstumsperiode an – die Zeit des Durchbruchs, Aufbruchs und Neubeginns. Wir stehen, zumindest theoretisch, vor der Wahl, welche Art von Samen wir säen möchten. Dies ist schon eine ganz bewusste Entscheidung, denn der Samen „weiß“ um seine Form (Grobstofflichkeit). Einmal gesät, bringt er genau das hervor, was in ihm steckt. Natürlich unter der Voraussetzung von ausreichend Sonne, Wasser und fürsorglicher Zuwendung.
Die Frühlingstagundnachtgleiche (am 20. März 2012 um 6:14 h) liegt der Herbsttagundnachtgleichen genau gegenüber. Dort feiern wir Erntedank, indem wir (durchaus) Materielles in Empfang nehmen. Eingebettet in diesen natürlichen Kreislauf können wir nun vertrauen und zuversichtlich sein. Die Natur ist immer harmonisch und ausgleichend, und seit Goethe wissen wir, dass die „Fehler und Irrtümer die der Menschen sind“.
Die Natur versteht gar keinen Spaß, sie ist immer wahr, immer ernst, immer strenge; sie hat immer Recht und die Fehler und Irrtümer sind immer die des Menschen.
(J.W. von Goethe)
Mutter Erde ist so weise und heilsam, dass sie uns mit all ihren Kräften zur Verfügung steht und uns auf allen Ebenen unseres Seins unterstützt. Was für eine Freude, über den Wochenmarkt zu schlendern und die das Grün von Bärlauch und Spinat, von Brennnessel und Brunnenkresse, das Gelb von Schlüsselblumen, Forsythien und Löwenzahn, das Rot von Tulpen, das Lila von Hyazinthen zu entdecken.
Also, nichts wie hinaus ins Freie und die ersten Wildkräuter sammeln, um Kraft zu schöpfen, Sonnenlicht zu tanken, durchzuatmen.
Die Erde erwacht! Spüre die Lebendigkeit des Erdbodens.
„Mother I feel You under my feet, Mother I hear Your heartbeat…”
Hier zum Hören und Schauen:
Es ist kein leichter Schritt die ätherische Vision in die erdige Verwirklichung zu bringen. Es ist ein Schöpfungsakt. Diese Zeiten sind auch anstrengend, herausfordernd, mühsam, notwendig… denn das „Neue“ will geboren werden. Jeder Aufbruch kostet Energie und Mut. Das Samenkorn befindet sich noch im Dunkel der Erde und vertraut darauf, genug Licht und Nahrung zu erhalten. Dann kommt der Durchbruch. Vom Dunkel ins Licht. Befreiung!
Das Streben nach Freiheit, Unabhängigkeit und Selbstbestimmung ist in unserer Welt oftmals von Gewalt und/oder Kampf begleitet. Immerhin bietet Mars als Planetenherrscher des Sternzeichens Widder dafür die „entsprechende“ Energie und Unterstützung. Mars sollte jedoch als Krieger und nicht als zerstörerischer Kämpfer gesehen werden. Wir sind moderne Krieger des Lichts!
http://www.youtube.com/watch?v=1H9SzNTcrMs&feature=related
Das Neue generiert sich oft erst durch Chaos und Zusammenbruch. Manchmal ist es unvermeidbar. Mit diesen folgenden Ritualen kommen wir gut durch diese Zeit des Aufbruchs und Erwachens.
Schöne und stärkende Rituale zur Frühlingszeit:
- Meditationen zur Erdung
- Kräuter säen und/oder pflanzen
- Frühjahrsputz für Körper, Geist, Seele, auch Haus und Wohnung:
- Blutreinigung mit Brunnenkresse, Bärlauch und Brennnessel
- Leber/Gallereinigung mit Löwenzahn, Wermut & Gänseblümchen
- Herzstärkung mit Weißdorn
- Für die Lymphe & bei Husten die Schlüsselblume
- Einen Weidenbaum aufsuchen
- Yogaübung „Virabhadrasana“ (Der Krieger)
- Räucherungen mit klärenden Kräutern (Dammar, Birkenrinde, Eisenkraut…)
Zum Schluss noch die Botschaft von Freya – die nordische Erdgöttin der Fruchtbarkeit:
Lebe deine Abenteuerlust! Sei kühn und wagemutig. Riskiere etwas. Verändere mutig dein Leben. Erfreue dich an deinem Körper. Lass es dir gut gehen!
© Birgit Matz 2012
Mögen Zeichen an der Straße Deines Lebens sein, die Dir sagen, wohin du auf dem Wege bist. Mögest Du die Kraft haben, die Richtung zu ändern, wenn Du die alte Straße nicht mehr gehen kannst.
(Irischer Segenswunsch)Das Jahr im Kreis 2012 _Zum Frühling werden
Mehr Spaß dabei…
Posted on 03/07/12 by birgit.gesundDieses Comic habe ich aufgeschnappt (ich weiß nicht wer der Urheber ist – darum der Hinweis, dass mir der Verfasser unbekannt ist) – und ich möchte es gerne teilen…
Ich muss zugeben – momentan sehe ich eher die schwarze Wand… was ist wohl schlimmer: Gegen die Wand zu krachen oder einen Berg hinunter zu fallen? Nun, das Erstere scheint das geringere “übel” zu sein – allerdings sieht es auch nicht so toll aus, wenn der Optimist auf den Pessimisten drauf fällt. Dann fällt der Optimist unter Umständen ganz weich und landet sanft…
Wer Sonnenschein in das Leben anderer trägt, dem wird unweigerlich die Sonne im eigenen Leben scheinen.
(J. M. Barrie)
Und so halte ich es nun: Ein wenig Schmunzeln für euch heute! Dann gehts schon besser…
Copyright Birgit Matz 2012
Kopf hoch bei Turbo-Schul-Kopfweh!
Posted on 02/29/12 by birgit.gesundIch bekomme unfreiwillig aber dann doch aufmerksam zuhörend in der U-Bahn ein Gespräch zwischen zwei jungen, ca. 17-18-Jahre alten Mädchen mit:
“Ich habe seit der Kursstufe Kopfschmerzen und manchmal sogar Migräne. Vorher hatte ich das nie.”
Ich horche auf! Denn meine ältere Tochter leidet seit 1,5 Jahren auch darunter!
Das Gespräch ging weiter:
Dann war ich bei meinem Hausarzt. Er fragte mich:
” Bist du auf dem Gymnasium?” – “Ja”!
“ Bist du in der Kursstufe?” – “Ja”!
“Hast du den G8-Zug”? – “Ja”!
“Ja, dann ist alles klar – das ist “normal”.
Das ist wohl eine weit verbreitete Diagnose: “Turboschulkopfweh”!!!
Dann habe ich mich eingeschaltet:
“Hey, meine Tochter hat das auch! Hat der Arzt das wirklich so gesagt. Ist sie kein Einzelfall, sondern Norm?”
Dann hat das eine Mächen noch von dem Druck der Lehrer, Liebeskummer und anderen Lebenskrisen geredet.
Und ich frage mich: “Schon so jung solch massive Krisen?”
Wo leben wir eigentlich?
Wie viel Selbstliebe und Wertschätzung dürfen diese Kinder heute erfahren?
Wie geht das dann weiter?
Haben wir in zehn Jahren lauter 30-Jährige Dauer-Kranke?
P.s. Ich gebe meiner Tochter seit ein paar Wochen eine Bachblütenmischung. Sie erzählt mir aber auch von anderen Hilfsmitteln, die Mitschüler einnehmen: Dopingvitamine für das Gehirn und Beruhigungseinschlafpillen.
Eine gesunde Ernährung und weniger Alkohol und/oder Nikotin tun`s vielleicht auch.
Für das Erstere sorge ich – auf das Andere schwindet mein Einfluss.
Und wann ändern sich diese Systeme? Oder war das schon immer so?
Copyright Birgit Matz 2012
Inspirierende Feuerkraft im Winter – Brigid 2012
Posted on 01/31/12 by birgit.gesundBrigid – Inspirierende Feuerkraft im Winter
Wir sind immer noch mitten im Winter (allenfalls im Vor-Frühling) – und es war bis noch vor kurzem nicht wirklich frostig kalt. Ja – die Bäume sind kahl, es wird erst um 8 Uhr hell und um 17 Uhr dämmrig. Auf der anderen Seite pfeifen am frühen Morgen schon wieder so viele Vögel… das Wetter wechselt innerhalb einer Nacht zwischen Schneesturm, Gewitter und Regengüsse hin und her. In den Geschäften werden schon lange Tulpen und Narzissen angeboten. Doch ist es das Schneeglöckchen, welches zu Beginn das Licht des neuen Jahres erblickt. Dann erst kommen die Krokusse…
Die Pflanzen des Februars sind mutig – sie trotzen vor Kraft und Energie. Ihr Ziel heißt Wachstum – und auch Schnee und Frost hindern sie nicht daran. Sie sollen uns aufmuntern und stärken – als Vorboten des nahenden Frühlings.
Es gibt im Volksmund viele Bezeichnungen für den Februar:
Schmelzmonat (Tauwetter), Rebmonat (Weinrebenschnitt), Holzmonat (Holzfällungen), Weibermonat („Schmutziger Donnerstag“), Narrenmonat (Winteraustrieb), Liebesmonat (Vogelhochzeiten, Valentinstag)… Nehmen wir die lateinische Übersetzung, dann geht es um die reinigende Wirkung des „Fiebers“…
Und es gibt eine Göttin, die dieser besonderen Zeit ihren Namen gibt:
Brigid – die keltische Himmelsgöttin. Sie ist der „leuchtende Pfeil“ – in ihr schwingt Licht und alles Helle und Leuchtende. Sie inspiriert die Menschen, damit sie zu ihrem eigenen Licht finden und ihre Visionen für das neue Jahr schöpfen können.
Traditionell ist der 1. oder 2. Februar ihr „Namenstag“. Das ist auch immer der Zeitpunkt, in dem es endlich spür- und sichtbar heller wird. Die Luft scheint klarer und reiner zu sein. Wir werden dadurch wacher und unternehmenslustiger. Als feurige Göttin ist sie übrigens das weibliche Gegenstück zu Erzengel Michael!
Brigid als Archetyp der weißen und unabhängigen Göttin ermuntert und inspiriert uns, über unsere Träume und Visionen nachzudenken. Noch hat dies einen sehr ätherischen und luftigen Charakter – noch ist nichts greifbar. Aber zuerst ist ja immer der Gedanke da. Es ist wie das Samenkorn, das noch in der dunklen Erde auf den Augenblick des Durchbruchs wartet. Seine spätere Form als Pflanze „weiß“ es schon. Wir dürfen also auch ein Samenkorn sein und unsere Art und Weise des Daseins im Frühjahr „aussuchen“: Welche Farbe willst du im neuen Jahr sein, welche Form, welchen Charakter, welche Aufgabe…?
Brigids Lieblingsbaum ist die Birke. Und die Birke ist der Baum dieser Zeit. Mit Birkenelixier können wir den ersten „Vorführjahrsputz“ durchführen. Ein Bad in jungen Birkenblättern ist wie ein Jungbrunnen und die Haare erstrahlen in neuem Glanz, wenn man sie damit spült.
Und nach ausführlichem Leiden und Recherchen zum Thema „Zahngesundheit“, entdecke ich den Wirkstoff „Birkenzucker“ (Xylitol). Täglich damit den Mund gespült verhindert nicht nur Karies – es kann ihn auch ausheilen (Vgl. Zeitenschrift 1/2012, Seite 2 ff./www.zeitenschrift.com). Wie wunderbar die Natur für uns sorgt!
Wenn die Birken lachen, fängt der Frühling an zu tanzen!
Ursula Stumpf
Kälte, Nässe und Eis haben mich noch nie davon abgehalten, den Frühling zu verkünden. Das Weiß meiner Rinde verwandelt die ersten Sonnenstrahlen in leuchtende Wärme. Dieses Weiß ist luftgepolstert und wärmt mich wie eine Winterjacke. Sobald die Tage etwas wärmer werden, lege doch einmal dein Ohr an meinen weißen Stamm und lausche.
Lausche in mich hinein. Vielleicht hörst du wie aus einer fernen Welt das Aneinanderschlagen meiner Äste, vielleicht spürst du das Wiegen meines Stammes im Wind, vielleicht vernimmst du das Rauschen in meinem Inneren – fast wie in einer Wasserleitung. Neues Leben prickelt da in meinen Lebensbahnen. Hörst du mein Lachen? Wenn Birken lachen, fängt der Frühling an zu tanzen.
(Aus: Pflanzengöttinnen und ihre Heilkräuter von Ursula Stumpf, Kosmos 2012)
Am so genannten „Lichtmeßtag“ am 1. Februar werden in der Kirche hierzulande traditionell die Kerzen geweiht – und die Bauern rütteln die Obstbäume wach und verkünden den Bienen im Bienenstock die frohe Botschaft des herannahenden Frühlings. Es regt sich etwas… und es regt sich hoffentlich bald etwas in unserer Gesellschaft und auf unserer Erde. Denn wie bis jetzt können wir so nicht mehr weitermachen.
Astrologisch sind wir im Wassermann mit Uranus als Planetenherrscher mit der Kraft der Veränderung. Unvergessen ist dieses Lied (aus dem Musical „Hair“) und die Botschaft, die dahinter steckt:
Bergkristall, Türkis und Aquamarin sind die Steine, die uns in dieser Zeit sinnvoll begleiten. Besonders der Bergkristall schenkt Klarheit! Inspiriert vom neuen Buch von Kiesha Crowther (bekannt als „Little Grandmother“) möchte ich hier ein Ritual mit einem Bergkristall vorschlagen: Nehmt den Stein und schenkt ihm eure ganze Achtsamkeit und Liebe, die ihr zu Mutter Erde fühlt. Dann geht zu einem Bach oder Fluß und legt den Stein hinein. Dann kann sich die gespeicherte Energie sofort im Fließen weiterverbreiten.
Ein weiteres schönes Ritual ist, sich dem eigenen Zuhause zu widmen: Aufräumen, Ausmisten, Reinigen… eine Schale mit Salz bindet negative Energien und eine Räucherung mit Engelwurz, Beifußkraut, Salbei, Rosmarin oder Kampfer bringen Frische und Reinheit in die Räume – und in den Geist! Weiße Kerzen unterstützen uns dann für unsere Visionssuche. Das bewusste Erleben der Morgendämmerung ist ein guter Zeitpunkt, um sich zu inspirieren. Auch der Körper als eigenes Zuhause verdient Aufmerksamkeit: Hierfür gibt es verschiedene Möglichkeiten der Reinigung mit Kräutern und/oder vielleicht einmal wieder achtsamer zu essen (oder sich Gedanken über eine vegetarische oder vegane Ernährung zu machen).
Eine kraftvolle Form der Reinigung ist die Bewegung: Was wir uns vielleicht nur im Fasching als wildes Treiben erlauben, können wir durchaus täglich tun: Das „Chaos“ tanzen! Niemand schaut zu, du bist dabei alleine und geschützt!
Hier meine Tanz-Inspiration mit David Garrett:
Zorba`s Dance:
Walk This Way:
Möge das Feuer von Brigid euch inspirieren und begleiten und tiefe innere Wärme schenken!
© Birgit Matz 2012
Ziemlich beste Freunde
Posted on 01/22/12 by birgit.gesundWas für ein Kinofilm!
Wie sehr bin ich immer noch berührt von dieser Geschichte, den Bildern, der Musik und den Dialogen, die einen lachend und weinend zugleich machen.!
Und ich frage mich, wer oder was mehr “be-hindert” ist?
Unsere Umwelt und Gesellschaft, die uns die Grenzen aufzeigen?
Unsere Herkunft und Geschichte, die uns am erfüllten Leben (be)hindern?
Unser (gesunder) Körper, der alles kann – nur im Geist das Leben verhindert?
ANSCHAUEN!
Und weil ich ein bekennender “Earth, Wind & Fire-Fan bin… hier ein Titel aus dem Film, bei dem ich gleich in den ersten Filmminuten mitttanzen musste in meinem Kinosessel
Das könnt ihr euch ja denken!
Und schreit alle laut: “Bah-dee-ah” – und genießt das Leben mit jedem Atemzug!
Copyright Birgit Matz 2012
Denken & Reden in Wahrheiten
Posted on 01/16/12 by birgit.gesundEin Mensch,
der immer die Wahrheit sagt,
wird fähig sein,
alles, was er sagt,
wahr werden zu lassen.
Denken und Reden wir in Wahrheiten!
(Andreas Campobasso aus dem Buch “Sieben – Die stille Revolution hat begonnen”)
Ja, es ist schwer, immer die Wahrheit zu sagen. Nicht einen Millimeter vom Pfad abzuweichen. Wie schnell ist dann das Gegenüber verletzt. Wie oft schließen wir Kompromisse.
Doch wenn wir uns etwas so sehr von Herzen wünschen, dann bleibt nur der Weg der Wahrheit. Zu uns selbst vor allem.
Dann sind wir wahrhaft authentisch. Und die Welt kann sich verändern.
Copyright Birgit Matz 2012













